Evaluations-Prompts für jeden Kunden

Heute haben wir in der Prompt-Tuning-Clinic ein neues Feature gestartet – den Bereich „Evaluation Criteria“.

Eines der nervigsten Dinge im Umgang mit KI ist die ständige Suche nach der Antwort auf die Frage, ob eine individuell konfigurierte KI (Chatbot, Agent, Automation) eigentlich gut funktioniert oder nicht. In den meisten Fällen gehen sowohl Anbieter als auch Kunden so damit um:

„Gestern habe ich diesen Prompt laufen lassen, sah ziemlich gut aus, guter Fortschritt!“
– oder –
„Mein Chef hat sie gebeten, X zu machen, und sie hat eine komplett falsche Antwort geliefert – wir müssen alles neu machen!“

Das ist bis zu einem gewissen Grad ein inhärentes Problem von KI: zum einen wegen der universellen Einsatzmöglichkeiten dieser Systeme und der Tatsache, dass man praktisch alles fragen kann und immer eine Antwort bekommt. Und zum anderen, weil es aufgrund der nicht-deterministischen Architektur und Funktionsweise dieser Systeme sehr schwer ist, klar zu definieren, was sie können und was nicht.

Wir waren davon etwas genervt und haben uns gefragt: Warum lesen wir alle paar Tage LLMarena (btw wir haben kürzlich die „German LLM-Arena“ gestartet, bitte hier ausprobieren) und andere Rankings neuer KI-Modelle – wenden aber ähnliche Mechanismen nicht auf die Installationen unserer Kunden an?

Genau das bringt dieses neue Feature:

  • Definiere eine Reihe von Test-Prompts (du kannst z. B. Behandlungsmaterial wie API-Dokumentationen oder eine Markdown-Datei der Website hochladen und die KI Test-Prompts vorschlagen lassen)
  • Führe diese Prompts gegen die aktuelle Konfiguration des Bots aus
  • Bewerte die Antworten (das kann auch automatisch durch ein LLM erfolgen)
  • Definiere korrekte Antworten für Edge Cases
  • Speichere wichtige Prompts dauerhaft
  • Vergib Daumen hoch / runter, um Fälle für Fine-Tuning und DSPy zu erzeugen
  • Führe alle Tests aus, um ein Qualitätsranking zu erhalten

Sobald das einmal eingerichtet ist, ändert sich das Spiel grundlegend, denn jetzt haben wir (sowohl Anbieter als auch Kunde) ein klar definiertes Test-Set für das gewünschte Verhalten, das automatisch ausgeführt werden kann.

Das ist nicht nur für das initiale Setup eines Systems hilfreich, sondern auch für Verbesserungen, Modell-Updates, neue Einstellungen usw.

Und: Da wir auch Fine-Tuning für unsere Modelle anbieten und DSPy als automatisiertes Prompt-Tuning-Tool integriert haben, kannst du beim Erstellen deines Evaluations-Sets gleichzeitig Trainingsdaten erzeugen. Ein einfacher Daumen hoch / runter auf eine Antwort erzeugt automatisch einen Eintrag in der Test-Datenbank für später.

Melde dich für einen kostenlosen Account an und probiere es aus!

Business Intelligence mit KI in 2026: Potential riesig, aber es braucht gute Architektur

Mal ehrlich: Hat Ihre Firma alle geschäftsrelevanten Informationen immer auf Knopfdruck zur Verfügung? Oder steckt das auch bei Ihnen in diversen Daten-Töpfen weitgehend unverbunden fest – hier das ERP, dort das CRM, dazu noch Excel-Listen auf persönlichen Laufwerken und Strategiepapiere irgendwo in der Cloud?

Wenn Sie jetzt nicken, sind Sie in guter Gesellschaft. Ich spreche regelmäßig mit Geschäftsführern und Finanzverantwortlichen, und das Bild ist fast überall dasselbe: Die Daten wären da. Aber sie zusammenzubringen, um eine konkrete Frage zu beantworten, dauert Tage – wenn es überhaupt jemand kann.

Warum das gerade jetzt zum Problem wird

Die Zeiten, in denen sich Unternehmen auf stabile Märkte und vorhersehbare Entwicklungen verlassen konnten, sind vorbei. Inflation, geopolitische Spannungen, unterbrochene Lieferketten, ein Arbeitsmarkt im Umbruch – all das zwingt zu einer neuen Disziplin: Entscheidungen müssen nicht nur gut sein, sie müssen schnell gut sein.

Klassische Business Intelligence hat darauf eine bewährte Antwort: Dashboards, KPIs, monatliche Reports. Aber seien wir ehrlich – diese Instrumente stoßen an ihre Grenzen, sobald die Fragen komplexer werden. Was passiert mit unserer Marge, wenn wir den Lieferanten wechseln? Wie wirkt sich eine Preiserhöhung auf verschiedene Kundensegmente aus? Welche Szenarien ergeben sich, wenn der Euro weiter fällt?

Solche Fragen brauchen mehr als statische Grafiken. Sie brauchen ein echtes Gespräch mit den eigenen Daten.

Die Verlockung: Ein KI-Sparringspartner für Ihre Entscheidungen

Genau hier wird generative KI richtig spannend. Die Vorstellung ist bestechend: Ein intelligenter Assistent, der Ihre Unternehmenszahlen kennt, Zusammenhänge versteht und mit dem Sie strategische Optionen durchspielen können – jederzeit, ohne Terminkoordination, ohne dass erst jemand eine Analyse bauen muss.

„Wie haben sich unsere Top-10-Kunden im letzten Quartal entwickelt?“ „Was wäre, wenn wir das Produktportfolio um 20% reduzieren?“ „Vergleiche unsere Kostenstruktur mit dem Vorjahr und zeig mir die größten Ausreißer.“

Ein solcher Dialog würde Business Intelligence demokratisieren. Nicht mehr nur der Controller mit seinem Excel-Wissen hätte Zugang zu den Erkenntnissen – jeder Entscheider könnte die Daten selbst befragen. Ich finde diesen Gedanken nach wie vor faszinierend.

Das Problem: Wenn die KI halluziniert, wird es richtig teuer

Aber – und das ist ein großes Aber – genau hier liegt die Crux. Large Language Models sind beeindruckend darin, plausibel klingende Antworten zu generieren. Sie sind deutlich weniger zuverlässig darin, faktisch korrekte Antworten zu liefern. Besonders wenn es um konkrete Zahlen geht.

Eine KI, die in einem kreativen Text eine Jahreszahl falsch erinnert? Ärgerlich, aber verkraftbar. Eine KI, die bei einer Geschäftsentscheidung eine Umsatzzahl erfindet oder eine Marge falsch berechnet? Das kann richtig wehtun. Die Gefahr potenziert sich, weil die Antworten so verdammt überzeugend formuliert sind. Wir Menschen neigen dazu, einer selbstsicher vorgetragenen Aussage zu vertrauen – auch wenn sie aus einem statistischen Sprachmodell stammt.

Ich sage das aus Erfahrung: Eine naive Integration von ChatGPT mit Unternehmensdaten ist ein Risiko, kein Fortschritt. Wer das anders sieht, hat entweder Glück gehabt oder es noch nicht gemerkt.

Die technische Herausforderung: Drei Welten verbinden

Die Lösung liegt in einer durchdachten Architektur, die drei unterschiedliche Datenquellen intelligent zusammenführt:

Strukturierte Daten via SQL: Die harten Fakten – Umsätze, Kosten, Stückzahlen, Kundenhistorien – liegen typischerweise in relationalen Datenbanken. Hier darf die KI nicht raten, sondern muss präzise abfragen. Das System muss SQL-Queries generieren, ausführen und die Ergebnisse korrekt interpretieren. Kein Spielraum für Kreativität.

Unstrukturierte Daten via RAG: Neben den Zahlen gibt es Kontext – Strategiepapiere, Marktanalysen, interne Richtlinien, Protokolle. Diese Dokumente lassen sich über Retrieval Augmented Generation erschließen: Das System sucht relevante Textpassagen und stellt sie dem Sprachmodell als Kontext zur Verfügung.

Das Weltwissen des Modells: Schließlich bringt das LLM selbst Wissen mit – über Branchen, wirtschaftliche Zusammenhänge, Best Practices. Dieses Wissen ist wertvoll für Interpretation und Einordnung, aber gefährlich, wenn es mit konkreten Unternehmenszahlen vermischt wird.

Die Kunst besteht darin, diese drei Quellen sauber zu trennen und transparent zu machen, woher welche Information stammt.

Der Lösungsansatz: Alles ins Context Window

Moderne LLMs bieten Context Windows von 100.000 Tokens und mehr. Das eröffnet einen eleganten Architekturansatz: Statt das Modell raten zu lassen, welche Daten relevant sein könnten, laden wir proaktiv alle benötigten Informationen in den Kontext.

Ein gut konzipiertes System arbeitet in mehreren Schritten: Es analysiert die Nutzerfrage und identifiziert relevante Datenquellen. Dann führt es die notwendigen SQL-Queries aus. Parallel durchsucht es via RAG die Dokumentenbasis. Und schließlich bekommt das LLM alle diese Informationen gesammelt serviert – mit klarer Kennzeichnung der Quellen.

Das Sprachmodell wird so zum Interpreten und Kommunikator, nicht zum Faktengenerator. Es kann Zahlen erklären, Zusammenhänge aufzeigen, Rückfragen stellen, Handlungsoptionen diskutieren – aber es erfindet keine Daten, weil die echten Daten bereits im Kontext liegen.

Transparenz als Designprinzip

Ein solches System muss Transparenz in seine DNA einbauen. Jede Aussage über konkrete Zahlen sollte ihre Quelle ausweisen. Der Nutzer muss nachvollziehen können: Kommt das aus der Datenbank? Wurde es aus einem Dokument zitiert? Oder ist es eine Einschätzung des Modells?

Diese Transparenz ist nicht nur ein technisches Feature – sie ist die Voraussetzung für Vertrauen. Wer Geschäftsentscheidungen auf KI-gestützte Analysen stützt, muss wissen, worauf er sich verlässt.

Der Weg nach vorn

Business Intelligence mit KI ist keine Utopie und kein Hype – es ist eine Architekturaufgabe. Die Technologie ist reif, die Modelle sind leistungsfähig, die Schnittstellen existieren. Was in vielen Unternehmen fehlt, ist der durchdachte Ansatz, der die Stärken von LLMs nutzt, ohne ihren Schwächen aufzusitzen.

Die Zukunft gehört Systemen, die strukturierte Datenbanken, Dokumentenwissen und Sprachmodelle intelligent verbinden – und dabei stets transparent machen, was Fakt ist und was Interpretation. Unternehmen, die diese Balance finden, gewinnen mehr als ein weiteres Analytics-Tool. Sie gewinnen einen echten Sparringspartner für bessere Entscheidungen in schwierigen Zeiten.

Und ja – genau daran arbeiten wir.

🚀 HybridAI + N8N: Dein KI-Agent wird jetzt richtig „agentic“! 🚀

Heute ist ein großer Tag für unsere Plattform HybridAI: Wir haben N8N vollständig integriert – und das bedeutet ein fettes Upgrade für alle, die mit Agenten, Automatisierung und KI ernst machen wollen.

Was ist neu?

🔗 Tiefe Integration mit N8N Workflows
Ab sofort kann jeder HybridAI-Nutzer direkt auf unseren eigenen N8N-Server zugreifen – ohne zusätzliche Kosten. Noch besser: Du kannst aus einem N8N-Workflow heraus mit einem einzigen Klick einen Function Call direkt an deinen Chatbot/Agenten schicken. Das heißt: Dein Bot kann nicht nur sprechen, sondern auch handeln.

Beispiel:
„Schick eine Follow-up-Mail an alle Leads von heute.“
→ Dein Agent triggert sofort den passenden Workflow in N8N.

Warum ist das wichtig?

Agentic AI bedeutet, dass KI-Systeme nicht nur Antworten geben, sondern eigenständig Aktionen auslösen, Daten verarbeiten, APIs aufrufen oder Workflows anstoßen. Damit das wirklich gut funktioniert, braucht es zwei Dinge:

  1. Eine schlaue Steuerzentrale (das ist dein HybridAI-Agent)
  2. Ein mächtiges Aktionsnetzwerk (das ist N8N)

Diese Kombination liefert dir jetzt beides – aus einem Guss, ohne Frickelei.

Und falls du N8N noch nicht kennst…

N8N ist ein No-Code-Tool für Automatisierung, entwickelt in Berlin. Damit kannst du z.B.:

  • KI-Modelle ansteuern
  • Emails verschicken
  • Datenbanken schreiben/lesen
  • Google Docs analysieren
  • eigene APIs aufrufen
  • … oder über Custom-Nodes quasi alles bauen, was du brauchst.

Und das Ganze kannst du jetzt direkt in deine Website oder App einbetten, via HybridAI Bot.

Und wie starte ich?

Wenn du bereits einen HybridAI-Account hast, kannst du im Admin-Bereich jetzt eigene Function Calls anlegen, die auf N8N-Webhooks zeigen. Die Integration ist nahtlos – dein Bot weiß, was zu tun ist.


🎯 Mehr zu den Funktionen findest du im Bereich „AI Functions & Actions“ in deinem Admin-Panel.

Fragen? Schreib uns – oder frag einfach deinen Bot. 😄

Inline Chatbot ftw

Neue IoT-Integration: Smarte Sensorik trifft in 2026 auf smarte Konversation

Update 2026: Ab sofort unterstützen wir auch MQTT Sensordaten, vor allem aber haben wir die IoT Sensorik an unsere BI-Lösung gekoppelt. Jetzt können Daten nicht nur gelesen und berichtet, sondern auch multi-dimensional ausgewertet und analysiert werden!

Wir freuen uns, ein mächtiges neues Feature in unserer Plattform vorzustellen: Die direkte Einbindung von IoT-Sensordaten in eure Chatbots und Agenten. Dabei geht es nicht – wie bei klassischen Integrationen – nur um API-Calls oder einfache Tool-Verknüpfungen. Stattdessen ermöglichen wir, dass Sensorwerte direkt Teil des Kontextfensters des Agenten werden, also in der laufenden Konversation verstanden, bewertet und genutzt werden können.

Was bedeutet das konkret? Eure Bots werden dadurch nicht nur informierter, sondern auch proaktiv handlungsfähig – sie „wissen“, was in der realen Welt passiert.

So funktioniert’s

IoT-Sensoren – egal ob über MQTT, HTTP oder andere Protokolle angebunden – senden ihre Daten an unsere Plattform. Diese werden nicht als externer Tool-Call auf Anfrage abgefragt, sondern laufend in das Gedächtnisfenster eures Chatbots eingespeist. Der Agent hat diese Infos also im Moment der Konversation bereits verfügbar und kann darauf reagieren.

Mögliche Anwendungsfälle

🏃‍♂️ Fitness und Gewichtsreduktion

Ein Smart-Bot für Gesundheitsziele kann auf aktuelle Aktivitätsdaten zugreifen:

„Dein Schrittziel von 10.000 ist heute schon zu 82 % erreicht – super! Willst du noch einen kurzen Abendspaziergang planen?“

Oder basierend auf Waagen-Daten:

„Dein Gewicht hat sich seit letzter Woche um 0,8 kg reduziert – klasse Fortschritt! Möchtest du deine Mahlzeiten heute noch einmal reflektieren?“

⚡️ E-Mobility & E-Charging

Ein intelligenter Mobilitätsassistent erkennt den aktuellen Ladestand:

„Dein Auto ist aktuell zu 23 % geladen. Die nächste freie Schnellladesäule ist 2,4 km entfernt – soll ich die Route starten?“

Auch Echtzeitdaten zur Verfügbarkeit von Ladesäulen können kontinuierlich mitgeführt werden, sodass die Konversation immer den aktuellen Kontext kennt.

🏗 Infrastruktur für Barrierefreiheit

Ein öffentlicher Chatbot (z. B. einer Stadt oder Verkehrsgesellschaft) kann live darauf reagieren, ob ein Aufzug gerade außer Betrieb ist:

„Der Aufzug am Gleis 5 ist momentan leider außer Betrieb. Ich empfehle dir, Gleis 6 zu nutzen und über die Brücke zu wechseln. Soll ich dir den Weg zeigen?“

Das ist besonders wertvoll für Menschen mit eingeschränkter Mobilität – und macht Barrierefreiheit wirklich smart.

🏭 Fertigungsprozesse in der Industrie

Ein Produktionsassistent im Werk kann auf Temperatur-, Druck- oder Durchsatzsensoren reagieren:

„Die Durchflussrate in Linie 2 liegt aktuell unter dem Sollwert. Soll ich die Wartungsroutine für das Filtersystem aktivieren?“

Auch Qualitätsprüfungen oder automatisierte Eskalationen sind so denkbar – in natürlicher Sprache, basierend auf realen Produktionsdaten.

Was unterscheidet unser System?

🔍 Kontext statt Tool-Calls
Der Clou: Die Sensorinfos sind Teil des Gesprächskontextes. Kein Warten auf API-Responses, kein gesonderter Aufruf – der Bot kennt den Zustand der Welt bereits beim Start der Antwort.

🤖 Echte Multimodalität
Der Bot denkt nicht nur über Texte oder vorherige Nutzerantworten nach – sondern auch über reale Messwerte, die minütlich oder sogar sekündlich aktualisiert werden.

🚀 Einfache Integration
Ihr könnt beliebige Sensoren mit eurem Agenten verbinden – egal ob aus dem Fitnessbereich, der Industrie, dem Smart Home oder von öffentlichen Infrastrukturen.

Fazit

Unsere neue IoT-Funktion ist ein echter Gamechanger für alle, die smarte Konversationen mit physischer Realität verknüpfen wollen. Sie eröffnet völlig neue Möglichkeiten – von personalisierten Gesundheitsassistenten bis hin zu industriellen Echtzeitagenten.

Wenn ihr Interesse an einer Integration habt oder ein spezielles Szenario umsetzen wollt – schreibt uns! Wir helfen gerne beim Setup und Design des passenden Agenten.

New Models

HybridAI now supports the just released new family of GPT Models from OpenAI for the API. Especially GPT-4.1 nano is of interest because it opens a new category of small but fast and cheap models. It’s indeed a bit faster compared to GPT -4o-mini – the so far default model on our platform, yet similarly intelligent and capable.

We also move to Gemini 2.0 flash as you can see, a very impressing and super fast model by Google.

The new perplexity family is live since a few days already, too. Enjoy!

Warum wir erstmal keinen MCP Server einrichten werden

Ja, die Aussage kommt in der aktuellen KI-Hype-Gesprächslage ja fast einem Selbstmord gleich, aber ich will kurz erklären, warum wir bei HybridAI zu dem Schluss gekommen sind, erstmal keinen MCP Server einzurichten oder anzusprechen.

MCP-Server sind ein (man muss vll. sagen derzeit noch „gewollter“) Standard der von Anthropic entwickelt und gepusht wird und derzeit extrem viel Wiederhall findet in der AI-Community.

Bei einem MCP-Server geht es darum die für aktuelle „agentic“ KI-Anwendungen so wichtigen Tool-Calls (oder „function-calls“) zu standardisieren, also genaugenommen die Schnittstelle vom LLM (tool-call) zur Schnittstelle des externen Service oder Tools, meist irgendeine Rest-API oder so.

Bei HybridAI haben wir ja schon lange auf eine starke Implementierung von function-calls gesetzt, insofern können wir auf ein paar dutzend implementierte und in Produktion befindlicher function-calls zurückschauen die von inzwischen mehr als 450 KI-Agents teilweise genutzt werden. Also schon ein bisschen Erfahrung in dem Thema. Wir nutzen auch N8N für bestimmte cases, das ist nochmal ein Layer auf dem Thema, der relevant ist im praktischen Alltag. Unsere Agents haben auch APIs nach aussen über die sie angesprochen werden, wir kennen das Problem also sogar in beide Richtungen (d.h. wir könnten sowohl einen MCP Server einrichten für unsere Agents als auch andere MCPs abfragen in unseren function-calls).

Also warum finde ich dann MCP-Server nicht total cool?

Ganz einfach: er löst ein Problem das es mE kaum gibt und lässt die zwei viel wichtigeren Probleme bei function-calls und damit agentischen Setups ungelöst.

Erstmal: warum gibt es das Problem der zu standardisierenden Fremd-Tool APIs eher nicht? Das hat zwei Gründe. (1) bestehende APIs und Tools haben meistens REST-APIs oder was ähnliches, also eine bereits standardisierte Schnittstelle. Diese ist zudem ziemlich stabil was man allein daran erkennt dass viele API-URLs noch ein „/v1/…“ im Aufruf haben oder vielleicht auch schonmal „/v2/…“. Aber die sind eigentlich sehr stabil und gut ansprechbar. Selbst wenn es neue Interfaces gibt, bleiben die alten Endpoints oft online für sehr lange Zeit. Und noch ein Punkt: gerade ältere APIs sind oft spannend, also z.B. die API der ISS oder die des europäischen Patent-Amtes oder die irgendeiner Open-Data API einer Stadt. Diese Services werden auch nicht so schnell MCP-Interfaces dafür anbieten – ergo muss man sich eh mit den alten APIs rumschlagen noch sehr lange. Dazu kommt Punkt (2), und bei dem wundert es mich ein bisschen mit dem MCP-Hype. Denn LLMs sind eigentlich ziemlich cool darin alte APIs abzufragen, viel cooler als andere Systeme die ich da schon kennengelernt habe – denn: man schmeisst ja den API-Output eigentlich nur in das LLM rein und lässt es antworten. Kein Parsing, kein Error-Handling, keine XML-Syntax durchdringen. Macht alles das LLM und das ziemlich reliable und fehlertolerant. Also wozu eigentlich der MCP-Server um das zu abstrahieren?

Also, MCP löst ein Problem (und fügt ja einen weiteren Tech-Layer hinzu), das eigentlich im realen tool-calling Alltag gar nicht so groß ist.

Größer sind dafür folgende zwei Probleme die wirklich nervig sind und andere Lösungen bräuchten in der nahen Zukunft:

–> Tool-Auswahl

–> Tool-Execution und Code-Security

Tool-Auswahl: Agentische Lösungen zeichnen sich ja dadurch aus, dass mehrere tools, ggf. sogar sequentiell verschaltet werden können und das LLM selbst entscheiden kann, welche es nimmt und in welcher Kombination. Wie das abläuft kann man mühevoll mit der Beschreibung des Tools beeinflussen, das ist quasi ein kleiner Mini-Prompt der die Funktion und Ihre Argumente beschreibt. Und da kann es sehr schnell ziemlich drunter und drüber gehen. Wir haben z.b. einen Tool-Call der Perplexity aufruft bei Anfragen mit aktuellem Bezug („wie ist das Wetter heute…“). Oft called das LLM den aber auch, wenn irgendwas anderes gefragt wird was ein bisschen komplizierter ist. Oder es wird der Tool-call für die WordPress-Search-API getriggered, obwohl wir eigentlich die Web-Search über GPT-4.1 mit Websearch haben wollten. Diese Baustelle empfinde ich als ziemlich messy aktuell und das soll ja noch viel autonomer und komplexer werden. Wie die LLMs mit verschiedenen tools umgehen unterscheidet sich auch noch signifikant, aber nicht sehr deterministisch und schlecht dokumentiert.

Tool-Execution: Ein richtig fettes Problem auch für Skalierung aber eben auch Security steckt in der eigentlichen Tool-Code Execution. Denn die – das wissen viele nicht – findet ja lokal auf Deinem eigenen System statt. D.h. eigentlich müssten wir bei HybridAI unseren Kunden anbieten uns Code anzuliefern, der dann als Tool-Call für sie hinterlegt und aktiviert und eben auch ausgeführt wird, wenn das LLM es will. Das ist aber hinsichtlich Code-Integrity, Plattform Stabilität und Sicherheit ein ziemlicher Albtraum (wer jemals ein WordPress-Plugin eingereicht hat weiß, wovon ich rede). Aber das ist ein sehr wichtiges Problem, das übrigens noch viel größer wird, wenn der „Operator“ oder das „computer use“ tool stärker verwendet werden – denn auch die laufen lokal ab und nicht bei OpenAI.

Für diese beiden Probleme hätte ich gerne Ideen, also vielleicht ein TOP (Tool-Orchestration-Protocol) oder ein TEE (Tool Execution Environment). Aber einen MCP brauchen wir erstmal nicht.

Was Sie 2026 von einem KI-Chatbot für Ihre Webseite erwarten können

Die Welt der KI-Chatbots entwickelt sich rasant weiter, und 2025 läutet eine neue Ära intelligenter, interaktiver Website-Assistenten ein. Unternehmen und Webseitenbetreiber können nun KI-Chatbots integrieren, die weit über einfache vorgefertigte Antworten hinausgehen. Diese KI-gestützten Assistenten sind leistungsfähiger, ansprechender und aktiver denn je. Hier erfahren Sie, was Sie von der neuesten KI-Chatbot-Technologie erwarten können – und warum es vielleicht an der Zeit ist, den Chatbot Ihrer Webseite zu aktualisieren.

Kernfunktionen: Die unverzichtbaren Features für 2025

Funktionsaufrufe: Mehr als nur Chat
KI-Chatbots beantworten nicht mehr nur Fragen – sie handeln aktiv. Durch sogenannte Function-Calls können Chatbots automatisierte Prozesse auslösen, Echtzeitdaten abrufen oder externe Anwendungen steuern. Stellen Sie sich einen Chatbot vor, der Kunden nicht nur ihren Bestellstatus mitteilt, sondern ihn auch live aktualisiert. Oder ein System, das mehrere APIs im Hintergrund aufruft und die Ergebnisse nahtlos in den laufenden Chat integriert.

Rich-Media-Anzeige: Bilder & Videos
Webseiten sind visuell, und das sollten auch Chatbots sein. 2025 integrieren KI-Chatbots nahtlos Bilder, GIFs und sogar Videos aus Medienbibliotheken direkt in den Chat. Dies ist ideal für Produktvorführungen, interaktiven Kundensupport oder geführte Tutorials. Ihr Chatbot sollte eine Oberfläche bieten, um Mediendateien so hochzuladen und zu verwalten, dass das Sprachmodell (LLM) sie versteht und einbindet, wenn sie im Gespräch nützlich sind.

Logging & Analytics: Lernen Sie Ihre Nutzer kennen
Die Auswertung von Chatbot-Interaktionen hilft Unternehmen, ihre Strategien zu verfeinern. KI-Chatbots protokollieren Gespräche, analysieren Interaktionstrends und liefern umfassende Einblicke in das Nutzerverhalten – alles über ein einziges Dashboard. Dies ist entscheidend, da Sie eine Ihrer wertvollsten Ressourcen – die Gespräche mit Ihren Kunden – an die KI übertragen. Ihr Chatbot sollte eine benutzerfreundliche Oberfläche bieten, um Gespräche zu beobachten und bei Bedarf sogar zu optimieren. Der Download von Logdateien sollte ebenfalls möglich sein, beispielsweise um KPIs zu erstellen oder tiefer in die Gespräche einzutauchen.

Dateiupload & Sharing
Chatbots unterstützen nun Dateiuploads sowohl von Nutzern als auch Webseitenbetreibern. Ob Kunden Dokumente zur Überprüfung hochladen oder Unternehmen tiefere Einblicke und Materialien für die KI bereitstellen – diese Funktion verbessert die Workflow-Automatisierung. Da Nutzer mittlerweile regelmäßig ChatGPT verwenden, erwarten sie diese Funktionalität auch von Ihrem Chatbot.

Live-Streaming von Antworten
Geschwindigkeit ist entscheidend. KI-Chatbots streamen nun ihre Antworten in Echtzeit und ermöglichen so einen natürlichen und dynamischen Gesprächsfluss. Nutzer müssen nicht länger auf vollständige Antworten warten – sie sehen, wie die Antwort generiert wird. Dies erzeugt ein faszinierendes Erlebnis und unterstreicht das „magische Gefühl“ der Interaktion mit KI-Systemen.

Mehrere KI-Modelle für maximale Flexibilität
Warum sich auf ein einzelnes KI-Modell beschränken? Hybride Chatbots erlauben Unternehmen, mehrere LLMs (Large Language Models) für verschiedene Aufgaben zu verwenden und jeweils das beste Werkzeug für jede Interaktion zu wählen. Das sorgt für höhere Genauigkeit und bessere Antworten – je nach benötigter Funktionalität, Geschwindigkeit oder sonstigen speziellen Anforderungen.

Features der nächsten Generation: Der Wettbewerbsvorteil

Zahlungsintegration: KI-Gespräche monetarisieren
KI-Chatbots sind nicht nur Support-Agenten, sondern Verkaufstools. Durch Zahlungsintegration (z.B. PayPal, Stripe) können Kunden Käufe, Abonnements oder Spenden direkt im Chat abschließen. Ihr Chatbot sollte daher auch eine Möglichkeit bieten, bezahlte Nachrichten oder Dienstleistungen anzubieten.

Emotionserkennung: Intelligentere, menschlichere KI
KI-Chatbots werden emotional intelligenter. Indem sie die Stimmung der Nutzer analysieren, passen sie ihren Ton an, priorisieren dringliche Nachrichten und eskalieren Probleme, wenn Frustration erkannt wird.

Menschliche Übernahme: Die perfekte KI-Mensch-Kombination
Manchmal reicht KI allein nicht aus. Die besten Chatbots erlauben jetzt eine nahtlose Übergabe an menschliche Agenten, wenn nötig. Diese fließende Transition garantiert den Kunden sowohl KI-Automatisierung als auch echten menschlichen Support.

Task-Management: Nutzer bleiben informiert
Da Chatbots immer mehr zu vollständigen persönlichen Assistenten werden, erwarten Sie eine integrierte Aufgabenverwaltung. Nutzer können zum Beispiel sagen: „Bitte erinnere mich morgen früh an dieses Training.“

Abschließende Gedanken
KI-Chatbots im Jahr 2025 sind mehr als bloße digitale Assistenten – sie sind aktiv, multimediareich und tief in Geschäftsprozesse integriert. Ob Workflow-Automatisierung, Visualisierung von Inhalten oder Abwicklung von Transaktionen – die nächste Generation von KI-Chatbots wird neu definieren, wie Unternehmen mit ihrem Publikum interagieren.

Wenn Sie einen fortschrittlichen KI-Chatbot auf Ihrer Webseite integrieren möchten, ist jetzt der ideale Zeitpunkt, um die neueste Technologie zu erkunden und Ihrer Konkurrenz einen Schritt voraus zu sein!

„Schick mir eine Email dazu bitte“

Alle sind derzeit fasziniert von den Entwicklungen KI-basierter Agenten-Systeme – auch wenn klar ist, dass ein guter Teil davon Hype und Quatsch sein wird.

Aber generell ist die Idee, dass eine KI nicht zur zum Chatten da ist, sondern auch wirkliche Dinge tun kann ausserhalb des Chat-Fensters schon gut. Wir haben ja schon gezeigt, wie das HybridAI-System z.B. API-Funktionen im Hintergrund aufrufen kann und wie es möglich ist über die von uns entwickelten Website-Commands Elemente auf der Website zu steuern aus der Chat-Box heraus.

Heute kommt ein neues Feature dazu, das natürlich ein bisschen inspiriert ist von dem aktuellen Rennen um den besten Deep-Research-Bot, aber nicht nur.

Ab sofort können HybridAI Bots auch Emails verschicken – aber nicht normale Emails, sondern KI-basierte – und das mit dem derzeit spannendsten Chat-GPT Konkurrenten Perplexity (der auch gerade seinen Deep-Research Agenten freigeschaltet hat). Das ist deswegen spannend, weil Perplexity zum einen ein state-of-the-art LLM ist (eine Llama Variante, seit neuesten alternativ auch deep-seek). Zum anderen machen sie sich viel Mühe deutlich aktueller zu sein als alle anderen LLMs, d.h. tagesaktuell!

Deswegen war unser erstes Beispiel gestern: „Schick mir eine Zusammenfassung der Rede von JD Vance auf der Münchner Sicherheitskonferenz“. Das ging schon wenige Minuten(!) nachdem die Rede gehalten wurde. Aber seht selbst:

Wir glauben, dass das einen hohen Nutzwert für bestimmte Bots haben wird, also z.B. im Schulbereich könnte ein Schüler sagen: schick mir nochmal eine kurze Beschreibung zum Thema „Präteritum“. Oder der Veggie-Diet Bot könnte anbieten eine email mit einem Wochenplan zu schicken:

Wir werden die Funktionalität als nächstes mit den Systemanweisungen des Bots verknüpfen, so dass dies beim generieren der Email dann auch noch berücksichtigt wird. Und es wird in Kürze „scheduled tasks“ geben auf der Basis, also sowas wie „schicke mir bitte jeden morgen eine Erinnerung an mein Diät-Vorhaben und ein paar Essensvorschläge“.